Fahrner-15.jpgFahrner-17.jpgFahrner-16.jpgKadettC-3.pngKadettC-1.pngFahrner-14.jpgFahrner-18.jpgFahrner-13.jpg

Markus Fahrner gewinnt den ADAC Opel Rallye Cup 2013

Nach acht Saisonrallyes mit insgesamt 91 Wertungsprüfungen war es am Ende eine einzige Sekunde in der allerletzten WP des Jahres, die im Titelduell zwischen Markus Fahrner und Marijan Griebel den Ausschlag gab.

Den ganzen Tag hatten sich Tabellenführer Fahrner und Verfolger Griebel einen Kampf auf Biegen und Brechen geliefert. Mehrmals wechselte zwischen den beiden sowie Lokalmatador Christian Allkofer die Führung. Bis die Sache in der drittletzten Prüfung gelaufen schien. Sowohl Fahrner, als auch Allkofer retteten sich mit mechanischen Problemen und jeweils mehr als einer Minute Zeitverlust gerade noch in den letzten Service nach WP8. Wo ihren Technik-Crews das Kunststück gelang, die beiden Rallye-ADAM in Windeseile wieder fahrtüchtig zu machen.

Die Ausgangslage für Fahrner lautete nun: Sekt oder Selters, alles oder nichts. Der Rallye-Sieg war Griebel nicht mehr zu nehmen, die einzige Chance des Schwaben bestand darin, in beiden verbliebenen Wertungsprüfungen der Schnellste zu sein und damit ebenso wie Griebel auf vier WP-Bestzeiten zu kommen. Die dafür vergebenen fünf Bonuspunkte hätten Fahrner knapp gereicht. Soweit die Theorie, die zumeist ja grau ist. Diesmal aber nicht.

Fahrner und Co Michael Wenzel packten alle Pfeile aus, die sie noch im Köcher hatten, und fuhren mit letztem Einsatz Bestzeit in WP9. Die letzte Prüfung, wieder riskierte Fahrner alles – und war am Ende die eine entscheidende Sekunde schneller als Griebel. Das war der Titel. Selbst die Champions waren angesichts dieses Herzschlagfinales baff. „Unglaublich“, staunte Fahrner. „Nach dem Antriebswellenschaden dachten wir, das Ding sei gelaufen. Wir hatten schon überlegt, ob es nicht besser sei, das Auto einfach abzustellen. Irgendwie haben wir es bis in den Service geschafft, wo unsere Jungs eine unglaubliche Leistung vollbracht und die Antriebswelle in sieben Minuten gewechselt haben. Ohne sie hätten wir direkt einpacken können. Danach war klar, dass es keine Rolle spielt, ob wir im Rallye-Ergebnis Zweiter oder Dritter sind, solange wir nur diese beiden WP-Bestzeiten schaffen. Also haben wir nochmal alles gegeben. Dass es gereicht hat, ist einfach ein Traum!“

Griebel, der in sämtlichen acht Saisonrallyes auf dem Podest gestanden hatte, brauchte im Ziel eine Weile, um die Fassung wieder zu gewinnen: „Ich habe immer gesagt, dass unser Hauptziel mit dem Gewinn der Junior-Wertung des ADAC Opel Rallye Cups schon nach der Ostsee-Rallye erreicht war und alles Weitere nur Draufgabe wäre. Diese Aussage gilt immer noch. Aber natürlich sind wir im Moment riesig enttäuscht. Wir haben heute alles richtig gemacht. Wenn dann am Ende eine einzige Sekunde fehlt, ist das einfach bitter.“

Im Schatten des Titeldramas feierten Björn Satorius und Bianca Lustig den ersten Podestplatz, nachdem sie auf den letzten Metern noch Fabian Kreim abgefangen hatten. Kreim tröstete sich mit Rang 3 in der Gesamt- und dem Vizemeistertitel in der Junior-Wertung. Nach einem Finale zum Vergessen (Platz 13.) verloren Dominik Dinkel/Josy Beinke den dritten Rang bei den Junioren noch um vier Punkte an Allkofer/Götzenberger. Weitere fünf Zähler dahinter rangierte Timo Broda, der einmal mehr mit starken Zeiten glänzte, wegen eines Reifenschadens in WP4 aber rund zweieinhalb Minuten verlor.

Text und Bild: rallye-magazin.de

Joomla templates by a4joomla